Geschichte des Parlamentarischen Weinforums

 

In einer Bundeshauptstadt wie Berlin finden täglich diverse Parlamentarische
Abende, Empfänge und Arbeitsessen statt. Dass dazu Wein und Sekt gereicht
werden, gehört zur Sitte und zum guten Ton.


Doch viel öfter könnten die Gläser bei solchen Gelegenheiten mit heimischen
Tropfen gefüllt sein — dies fand eine überparteiliche Initiative von Abgeordneten und
beschloss, dem entgegenzuwirken. Befremdet darüber, dass anlässlich der
Konstituierung des 15. Deutschen Bundestages im Herbst 2002 italienischer
Prosecco statt deutschen Winzersektes ausgeschenkt wurde, gründeten die
Abgeordneten Julia Klöckner (CDU/CSU), Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen),
Gustav Herzog (SPD) und der zwischenzeitlich nachgerückte Dr. Volker Wissing
(FDP) stellvertretend für ihre jeweilige Fraktion im Frühjahr 2003 das
„Parlamentarische Weinforum“. 2006 ergänzte Dr. Gesine Lötzsch (Die Linke) das
Parlamentarische Weinforum. Nach den Bundestagswahlen 2009 wurde mit Prof. Dr. Erik Schweickert (FDP), sogar ein Professor der Weinwirtschaft Mitglied des Weinforums. Ebenfalls neu stieß Roland Claus für Dr. Gesine Lötzsch zum Weinforum. 2011 rückte Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen) für Ulrike Höfken nach.

 

Innerhalb dieser Plattform haben sie es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für deutschen Wein im eigenen Land zu schärfen, gegen bestehende Qualitäts-Vorurteile anzukämpfen, ein Auge darauf zu haben, dass bei offiziellen Anlässen des Bundes auch die deutschen Winzererzeugnisse angeboten werden, und die Politik für weinbaupolitische Themen zu sensibilisieren. Julia Klöckner brachte es damals im Namen des gesamten Parlamentarischen Weinforum auf den Punkt:


„Bei allem Respekt für die Winzerkunst der Italiener, Spanier oder Franzosen – in
den Liegenschaften des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung sollten
auch Produkte des eigenen Landes gereicht werden. Das hat nicht nur symbolischen
Charakter, sondern ist Ausdruck des Selbstverständnisses.“


Um auch die MdB-Kollegen, welche aufgrund ihrer weit reichenden Präsenz eine
hohe Multiplikatorwirkung haben, für die Thematik „deutsche Weine“ zu
sensibilisieren, planen und organisieren die Mitglieder des Parlamentarischen
Weinforums diverse Weinseminare/Weinverkostungen in Berlin. Die erste
Veranstaltung unter dem Motto „Kleines Weinseminar für Abgeordnete“ fand bereits
im November 2003 statt. Hierfür war der Geschäftsführer des Deutschen
Weininstitutes, Armin Göring, eigens in die Hauptstadt gereist, um den
Parlamentariern bei verschiedenen Weiß- und Rotweinen die kleine Schule des
Weinverkostens näher zu bringen. Seit 2004 läuft inzwischen eine
Veranstaltungsreihe, bei der Winzer aus allen 13 Weinanbaugebieten die
Gelegenheit erhalten, ihre Region und ihre Produkte live in Berlin vorzustellen sowie
mit den Abgeordneten über weinbaupolitische Belange ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltungen in der vergangenen Legislaturperioden waren bereits ein voller Erfolg
und von den MdB-Kollegen sehr gut besucht. Mit der Veranstaltung im März2006  wurde die Vorstellung der Weinanbaugebiete mit Weinen aus Mittelrhein, Rheingau und Ahr abgerundet.

Danach folgten Veranstaltungen zum Klimawandel und dessen Auswirckungen auf den Weinanbau sowie andere Veranstaltungen. In der 18. Wahlperiode führt das Parlamentarische Weinforum sein Engagement für den deutschen Wein weiter.

 

Nebenan finden Sie einen Überblick über die verschiedene Veranstaltungen des Parlamentarischen Weinforums. Leider sind nicht mehr von jeder Veranstaltung Fotos verfügbar.

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